Wurzelbehandlungen – Endodontie

1. Bild: Beherdete Zähne 37, 36 | 2. Bild: Zustand nach Wurzelfüllung | 3. Bild: Kontrolle nach sechs Monaten, vollständige Knochenrückbildung

1. Bild: Beherdete Zähne 37, 36 | 2. Bild: Zustand nach Wurzelfüllung | 3. Bild: Kontrolle nach sechs Monaten, vollständige Knochenrückbildung

Das ist Beispiel für ein erfolgreiches Therapieergebnis. Die früher wegen unzureichender Wurzelfüllungen beherdeten, mithilfe der mikroskopischen Endodontie behandelten Zähne können lebenslang erhalten werden.

Die Endodontie oder Endodontologie beschäftigt sich in erster Linie mit der Therapie von Erkrankungen der inneren Gewebe im Zahn (Pulpa oder Zahnmark); man spricht von einer Wurzelbehandlung (Kosten). Die endodontische Behandlung umfasst Maßnahmen zur Rettung der Pulpa und – falls dies nicht mehr möglich ist – zur Wiederherstellung bakterienfreier Verhältnisse im Wurzelkanal und den angrenzenden Geweben nahe der Wurzelspitze. Das Ziel liegt in der Erhaltung des Zahnes sowie dem dauerhaften Schutz des Körpers vor Beschwerden, die durch ein erkranktes Gebiss entstehen können. Um diesem Ziel gerecht zu werden, braucht es eine intensive und meist zeitaufwendige Behandlung, denn das Kriterium zum dauerhaften Erfolg ist nicht nur die subjektive Beschwerdefreiheit, sondern eine sterile und bakteriendichte Wurzelfüllung, die bis zur Austrittstelle des Wurzelkanals an der Wurzelspitze reicht und die Wurzelfüllpaste diesen Bereich vollständig versiegelt. Es braucht viel Zeit, gute Sicht und das entsprechende Wissen, diesem Ziel im Interesse der lebenslangen Haltbarkeit näher zu kommen. Der Zeitaufwand bedeutet zum Beispiel für einen Seitenzahn meistens zweimal eine bis zwei Stunden Behandlungszeit. Dabei ist die Zuhilfenahme eines OP-Mikroskops für eine optimale Vergrößerung sowie Ausleuchtung des Zahninneren und nicht zuletzt das Wissen, wodurch und womit die Bakterienfreiheit im gesamten Kanalsystem erreicht werden kann, unabdingbar. Ein notwendiges wie geniales Hilfsmittel dabei ist das Kofferdam. Es handelt sich dabei um einen auf einen Rahmen gespannten Gummilappen, der an den Zahnstellen gelocht und über die Zähne gestülpt wird und mit einer Klammer am Zahn festgehalten wird. Dieser Lappen verhindert den Speichelzutritt und damit Bakterieninvasion in den Zahnkanal, schützt vor den agressiven Spülungen, mit denen die Bakterien im Kanal abgetötet werden, schützt den Patienten vor Kleininstrumenten und nicht zuletzt entlastet er die Assistentin, die sich anderen wichtigen Aufgaben widmen kann. 

Vor einigen Jahren hat die sonst für schwierig und sehr unvorhersehbar gehaltene Wurzelkanalbehandlung angefangen gute Erfolge zu bringen und durch die besseren Ergebnisse war die Freude immer größer, erfolgreiche Wurzelfüllungen mit guter Prognose zu machen. Ich habe mich für den Besuch einer Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und Zahnärztliche Traumatologie e.V. entschieden, und diese von September 2009 bis Juli 2010 absolviert. Während der Weiterbildung erlernten wir des Operationsmikroskops und ich sah nach kurzer Zeit, dass dieses Gerät die Voraussetzung für die besseren Ergebnisse darstellt. Das war der Grund für die Anschaffung eines Mikroskops für die Ordination.

Man kann nur behandeln, was man sieht – diese Weisheit ist sehr treffend für die Wurzelkanalbehandlung, bei der man ohne Sehhilfe und optische Vergrößerung im Dunkeln arbeiten muss. Die immense Wissensvermehrung und technische Errungenschaften auf diesem Gebiet ermöglichen heute eine derart gute Prognose für Wurzelkanal-behandelte Zähne, wie für Implantate, 95% auf fünf Jahre. Selbst Zähne mit einer großen Beherdung können erhalten werden und die Entzündungen an der Wurzelspitze bilden sich zurück, wenn es sich nicht um eine echte Zyste handelt. Echte Zysten, komplett verengte Wurzelkanäle und Wurzelstifte aus Metall sind heute die alleinigen Verhinderungsgründe für die Wurzelkanalbehandlung und die Indikationen für eine Wurzelspitzenresektion. Bereits resezierte Zahnwurzel ohne Heilerfolg können mit der mikroskopischen Technik erfolgreich therapiert werden. Heute werden in meiner Ordination nur noch etwa fünf Wurzelspitzenresektionen und mehr als hundert Wurzelbehandlungen im Jahr mit der modernen Behandlungsmethode durchgeführt.

Eine Wurzelkanalbehandlung dauert in der Regel maximal zwei Sitzungen und nur dann, wenn ein akut entzündlicher Prozess im Knochen um die Wurzelspitze herum den Abschluss verhindert. Sonst werden alle Wurzelkanalbehandlungen bei vorheriger Planung ausnahmslos in einer Sitzung beendet.

An dieser Stelle möchte ich meine Kollegin als eine kompetente Fachärztin für Wurzelkanalbehandlungen, Frau MDDr. Jana Chmeliková vorstellen und empfehlen.

Ihnen zum Wohle, Ihr

Dr. Zsolt Fischer

 

Die Kosten von professionellen Wurzelkanalbehandlungen mit Operationsmikroskop erfahren Sie, wenn Sie sich in unserem System als Patient/-In unverbindlich registrieren oder die Preisinformationen für überweisende Arztkollegen einsehen.

Bitte beachten Sie, jeder Mensch ist ein Individuum. Aus diesem Grunde bedarf es immer einer individuellen Beratung und Behandlungsplanung, um für jeden Einzelnen die geeignete Therapie inklusive Alternativen herauszuarbeiten. Aus diesem Grunde kann und sollte die bloße Kenntnis von Preisen ohne ein persönliches Beratungsgespräch Ihre Entscheidung nicht gegen oder für eine bestimmte Behandlungsvariante beeinflussen und es dürfen auch keine Rückschlüsse für die Gesamtkosten einer gewünschten Behandlung gezogen werden. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne und erarbeiten die für Sie geeignete Lösung!

Besonders bei den aufwändigen Behandlungen des Wurzelkanalsystems muss viel Aufklärungsarbeit geleistet werden; man kann nicht genug die Güte einer Wurzelfüllung betonen. Herkömmliche Verfahren bringen Studien zufolge lediglich eine Prognose von 70% auf fünf Jahre gesehen, was aus heutiger Sicht ein nicht akzeptables Ergebnis ist. Ohne Mikroskop ist die Sicht eingeschränkt, man ist gezwungen im Dunkeln zu arbeiten. Das Sehen der feinen Verästelungen und Strukturen, Hindernisse und die charakteristischen farblichen Leitschienen, die zu den Kanaleingängen führen, ist ohne Mikroskop gar nicht möglich.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Krone vor nicht allzu langer Zeit eingliedern lassen, doch der Zahn beginnt zu pochen, schmerzt ab und an oder stark, irgend etwas ist nicht in Ordnung…

Damit Sie Ihren Zahn, für den Sie möglicherweise viel Geld ausgegeben haben, mit einem abgestorbenen oder entzündetem Zahnmark nicht verlieren, behandeln wir ihn erfolgreich durch die Krone dank Mikroskop durch eine sehr kleine Öffnung und stützen uns dabei auf Errungenschaften der modernen Zahnheilkunde, wie ein effizientes, wissenschaftlich anerkanntes Behandlungsprotokoll. Alle Ausgangssituationen können beherrscht werden, zum Beispiel akute Zahnnerventzündung, Zustand nach bereits erfolgter aber nicht erfolgreicher Wurzelfüllung, Zustand nach nicht ausgeheilter, entzündlicher  Wurzelspitzenresektion. Durch die akribische Reinigung und Desinfektion des Kanalsystems erreichen wir eine bakteriendichte Wurzelfüllung, bis exakt zur Wurzelspitze des Zahnes. Auch erwirken wir dadurch eine rasche Schmerzfreiheit, es können sich keine entzündlichen Erscheinungen im Kieferknochen mehr ausbilden und solche, auch recht große Entzündungsherde bilden sich sogar vollständig zurück, wenn sie keine echten Zysten sind. Und das sind sie nur statistisch gesehen in etwa 10% aller Fälle. Eine Wurzelkanalbehandlung auf beschriebener Weise dauert selten länger als zwei Sitzungen.

Manchmal fällt es für die/den Patient/-In schwer, den Wert einer professionellen Wurzelkanalbehandlung als Privatleistung einzuschätzen. Durch die Überlegung, welche Alternativen im Falle eines Zahnverlusts zur Verfügung stehen, wird einem der Kosten- und Behandlungsaufwand einer noch so aufwändigen Wurzelkanalbehandlung relativ gering erscheinen. Zu nennen sind infolge eines drohenden Zahnverlusts und der entstandenen Lücke als Alternativlösungen die Brücke und das Implantat. Für eine Brücke müssen möglicherweise gesunde Zähne beschliffen werden, mit der Gefahr der Nervschädigung der Pfeilerzähne. Beim Implantat muss der chirurgische Weg gegangen werden, was Fällen vorbehalten bleiben sollte, in denen ein Zahnerhalt nicht mehr möglich ist. Beide Lösungen sind aufwändiger und kosten mehr als die zahnerhaltende Maßnahme, nämlich die professionelle Wurzelkanalbehandlung. Natürlich, wenn es sich herausstellt, dass die Wurzelkanalbehandlung nicht möglich oder das Ergebnis nicht vorhersehbar ist, werden wir Ihnen die für Sie geeignetste Lösung empfehlen.

Zur Veranschaulichung sollen je ein Ausgangsbild mit einem Entzündungsherd und ein Kontrollbild desselben Zahnes nach erfolgter mikroskopischer Wurzelkanalbehandlung den Erfolgsprozess hier zeigen:

Ausgangsbild, großer Entzündungsherd sichtbar an der Wurzelspitze bei zu kurzer Wurzelfüllung:

Kontrollbild, vollständige Ausheilung der Entzündung sechs Monate nach Wurzelbehandlung mit dem Mikroskop, Knochenneubildung:


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